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Katzen dieser Rasse sind für ihren ausgeglichenen und freundlichen Charakter bekannt. Die meisten Britisch Kurzhaar (im folgenden BKH genannt) sind äußerst duldsam, liebenswürdig und sehr anpassungsfähig. Die Kätzchen sind bis zum Alter von ein bis zwei Jahren ebenso verspielt wie Jungtiere anderer Rassen, danach werden sie jedoch meist ruhiger und unaufdringlich-es entspricht nicht ihrem Naturell, lautstark um Aufmerksamkeit zu ringen. Sie „spricht“ verhalten. Die Menschen-freundliche BKH ist Meister des „Stummen Miau“, einer kätzischen Ausdrucksform, die häufig nicht verstanden wird. Die Katze schaut den Menschen intensiv an, öffnet das Mäulchen- aber kein Laut ist zu vernehmen. Dies ist der Ausdruck größter „verbaler“ Liebenswürdigkeit, die eine Katze dem Menschen entgegen bringen kann. Zuneigung zeigt die BKH, indem sie dem Menschen unverwandt ins Gesicht schaut, ihn anschnurrt, ihm entgegenläuft, „Köpfchen gibt“, sich vor ihm auf den Boden wirft oder um die Beine streicht und sich an ihnen reibt.
Die BKH kann sich verhältnismäßig gut mit sich selbst beschäftigen. Manchmal schlafen sie stundenlang; sie lieben es aber genauso, verwöhnt und gestreichelt zu werden. Außerdem ist es ihr ein besonderes Bedürfnis, mit anderen Familienmitgliedern intensiven Kontakt zu pflegen. Sie folgen ihrem „Lieblingsmenschen“ möglichst überall hin und lassen sich in seiner Nähe nieder. Dabei ruht sie meistens lieber neben ihm als auf seinem Schoß. Einige schätzen es, gemütlich „Händchen zu halten“(Pfote in Hand) oder ihren Kopf in die ausgestreckte Hand des Betreuers zu betten, um möglichst nah bei ihm zu sein.
Dank Ihrer Gutmütigkeit, Ausgeglichenheit und sanften Charakters passen BKH- Katzen gut zu Kindern. Oft ist es ein jüngeres Kind in der Familie, dem sich die Katze besonders eng anschließt. Die BKH verträgt sich in der Regel gut mit anderen Katzen und ebenso gut mit Hunden. Wichtigste Voraussetzung ist, dass sie Katze in einem intakten sozialen Umfeld aufgewachsen sind, das heißt, man sollte stets nur Jungtiere von einem Züchter kaufen, der die Kätzchen im engen Kreise der Familie aufgezogen hat- aber das trifft im wesentlichen auf alle Katzen zu. Bei den Briten unterscheidet man Folgende Farben:
weiß, schwarz, blau, lilac, rot, creme, chocolate, schildpatt, smoke, shaded/shell, shaded, shell, golden shaded/shell, Tabby-muster, gestrommt, getigert, getickt/ticked-tabby,getupft, fawn, harlekin, bicolor, colourpoint, non Tabby point, tabby point.
Die Britisch Kurzhaar geht wahrscheinlich zurück auf Katzen, die vor etwa 2000 Jahren von den Römern mit nach Großbritannien gebracht wurden. Über Jahrhunderte war die Rasse weitestgehend sich selbst überlassen. Erst Anfang des 19.Jahrhunderte begann man, die Britisch Kurzhaar gezielt auf Farbe und Typ hin zu züchten. Im Jahr 1871 wurde in England die ersten Katzen der Rasse Britisch Shorthair im Crystal Palace ausgestellt. Als in der Zeit nach den Weltkrieg der Zuchtbestand stark zurückgegangen war, versuchten einige Züchter, die Rasse durch Auskreuzen mit anderen Rassen wieder zu stärken. Nachdem Versuche gescheitert waren, unregistrierte Hauskatzen zur Kreuzung einzusetzen, fiel die Wahl auf Perserkatzen. Man versprach sich durch diese Kreuzung vor allem eine Verbesserung des Typ der Britisch Kurzhaar. Weitere Kreuzungen fanden mit der Kartäuserkatze statt, deren Zuchtbestand ebenfalls durch die Kriege gelitten hatte. Aufgrund einer Angleichung der beiden Rassen wurden die Britisch Kurzhaar und die Kartäuserkatze oder Chartreux 1970 vom Zuchtverband FIFe zusammengefasst. Alle blauen Katzen wurden danach als Kartäuser, alle Katzen anderer Farben als Britisch Kurzhaar geführt. Diese Einteilung wurde 1977 nach Protesten der ursprünglichen Kartäuser wieder zurückgenommen.
Die blaue Britisch Kurzhaar wir im Volksmund- aber zu Unrecht und irreführend- immer noch Kartäuser genannt und in manchen Zuchtverein auch unter diesem Namen geführt. Doch man kann heute die blaue Britisch Kurzhaar nicht mehr mit der echten Kartäuserkatze, der Chartreux verwechseln, da sie sich, bedingt durch gezielte Zucht, vor allem optisch von der echten Kartäuser unterscheidet. Die eingekreuzten Perserkatzen bewirken, dass der Körperbau der Britisch Kurzhaar massiv, kurz und gedrungen ist, während die Figur der echten Kartäuser eher einer naturbelassenen Hauskatze entspricht.
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